Vita, Werdegang     

      

Geoffrey Abbott wurde 1951 in London geboren. Er studierte Musik an der Universität Birmingham bei u.a. Prof. Ivor Keys und Nigel Fortune. Schon als Student entdeckte er seine Faszination für Musiktheater und insbesondere für Kurt Weill. 1974 leitete er ein gefeiertes Weill-Programm im Edinburgh-Festival-'Fringe' mit seinen Mitstudenten.

Nach einem Jahr als Fahrer der Buslinie 29 in London studierte er Musikpädagogik am Institute of Education der Londoner Universität. Gleichzeitig mit ersten Lehrtätigkeiten leitete er ein Amateur-Opernensemble, The Figaro Opera Group, im Osten von London, mit dem er L'elisir d'amore, Aida, La Gioconda, Die lustigen Weiber von Windsor u.a. dirigierte. In dieser Zeit war er auch als Repetitor für das Wexford Opernfestival und "Opera 80" tätig.

1981 machte Geoffrey Abbott einen Kurs bei Sir Charles Mackerras in Wien und ging nach Giessen ans Stadttheater als Ballettrepetitor. In Giessen interessierte er sich mehr und mehr für Schauspielmusik. Hier hatte er die musikalische Leitung einer Produktion der Dreigroschenoper und diese Arbeit warf viele Fragen der Aufführungspraxis des Stücks auf, die er dann in Berlin und mit einem Stipendium der Kurt Weill Foundation auch in Amerika erforschte. So entstand ein Kapitel über die Aufführungspraxis der Dreigroschenoper für das Cambridge Opera Handbook zum Stück (s. Veröffentlichungen). 

Ende 1986 ging Geoffrey Abbott als Schauspielkapellmeister an die Städtischen Bühnen Augsburg, wo er zahlreiche Produktionen musikalisch leitete: Die Dreigroschenoper (1987), Linie 1, Moll Flanders, Der kleine Horrorladen, Ob es so oder so oder anders kommt (mit Harald Schmidt), Nonnsense, Moralities (Henze), u.v.m..

1992 ging er zum damaligen Leopold-Mozart-Konservatorium der Stadt Augsburg als Dozent in der Opernschule. Hier betreute er sehr viele Studenten-Produktionen von Die schöne Helena und Die Csardasfürstin bis zum Mozart-Zyklus der Musikhochschule.

In dieser Zeit arbeitete er mit dem Regisseur Franz Winter zusammen an einer preisgekrönten Produktion von Benatzkys Im weißen Rößl, die in Chur, Schweiz, in München in der Komödie im Bayrischen Hof und in Berlin im Theater am Kurfürstendamm gespielt wurde. 1999 arrangierte und dirigierte er Franz Winters Operetten-Hommage Wenn wir morgen noch dran denken an der Volksoper in Wien.

Als Komponist hat Geoffrey Abbott neben zahlreichen Bühnenmusiken auch die Kantate Olympia-Park, Lieder zu Texten von Wolfgang Kunz sowie die Jandl-Vertonung "der und die" komponiert (s. Veröffentlichungen).

Tätig als Pädagoge, initiierte und leitete Geoffrey Abbott mehrere große Schulprojekte in Augsburg mit Musiktheaterwerken von Brecht und anderen. 2009 dirigierte er ein neues Musiktheaterstück mit Kindern in einem preisgekrönten MehrMusik-Projekt der Stadt Augsburg. Seit 2005 unterrichtet Geoffrey Abbott Musik an der International School Augsburg, die in wenigen Jahren ein umfangreiches Musikprogramm aufgebaut hat.

Als Spezialist für die Musik um Bertolt Brecht trägt Geoffrey Abbott regelmässig zum Brecht-Festival in Augsburg bei.



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